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Arbeitskräftemangel verschärft sich weiter – Rekordzahl an offenen Stellen im 2. Quartal 2018

In Deutschland gab es im 2. Quartal 2018 gemäß der Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) rund 1,21 Millionen offene Stellen. Dieser absolute Rekordwert dokumentiert den sich weiter verschärfenden Arbeitskräftemangel. Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 stieg die Zahl der nicht besetzten Stellen in Deutschland um etwa 25.000 an und gemessen an den Zahlen des zweiten Quartals 2017 war sogar ein Anstieg von rund 115.000 zu verzeichnen. Von den 1,21 Millionen offenen Stellen im 2. Quartal 2018 entfielen dabei rund 940.000 Stellen auf die westdeutschen und etwa 270.000 auf die ostdeutschen Bundesländer.

Spürbare Unterschiede bei den offenen Stellen zwischen West- und Ostdeutschland

Die Vakanzrate, die sich aus dem Verhältnis von sofort zu besetzenden offenen Stellen und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung berechnet, lag im 2. Quartal 2018 im Bundesdurchschnitt bei 2,8 Prozent. Somit kommen mittlerweile fast drei offene Stellen auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Auch die Entwicklung dieses Wertes ist ein eindeutiges Indiz für den zunehmenden Mangel an Arbeitskräften, denn 2012 betrug die Vakanzrate noch zwei Prozent. Hierbei gibt es einen spürbaren Unterschied zwischen Westdeutschland, wo der Wert momentan bei 2,7 Prozent liegt, und Ostdeutschland mit 3,2 Prozent. Begründet wird diese Differenz seitens des IAB vor allem mit der jahrzehntelangen Ost-West-Abwanderung vieler junger Menschen sowie dem unterdurchschnittlichen Lohnniveau in den neuen Bundesländern.