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BAP Job-Navigator 08/2021: Bundesländerranking

Job-Navigator: Bundeslländerranking

Nach einem turbulenten Corona-Jahr ist der deutsche Arbeitsmarkt wieder auf Erholungskurs. Mehr als 1,6 Millionen Stellen wurden im Juli 2021 ausgeschrieben und somit 55,2 Prozent mehr als im Juli 2020. Der BAP Job-Navigator hat die regionalen Stellenmärkte genau betrachtet und die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern analysiert. Die wichtigste Erkenntnis: In allen Bundesländern gibt es deutlich mehr Jobangebote als vor einem Jahr.

Das kleinste Bundesland verzeichnet den größten Anstieg

Mit 85 Prozent mehr Stellen als im Vorjahresmonat weist Bremen den mit Abstand größten Nachfrageanstieg im Bundesländervergleich auf. Im vergangenen Monat wurden dort rund 15.500 Stellen veröffentlicht. Die zweitstärkste Entwicklung (+74,8 Prozent) ist in Sachsen mit 75.916 Stellen zu beobachten, gefolgt von Hamburg mit 71,6 Prozent mehr Jobs.

Auch die Stellenmärkte in anderen Bundesländern, die im letzten Jahr besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen waren, erholen sich wieder. So gab es in Baden-Württemberg 61,9 Prozent mehr Jobangebote und in Bayern stiegt die Zahl der Stellen um 53,2 Prozent im Vergleich zu Juli 2020.

Der geringste Anstieg im Bundesländervergleich ist in Thüringen zu sehen. Mit 33.421 Stellen wurden dort im Juli 29,7 Prozent mehr Jobs angeboten als im Vorjahr. Hier muss berücksichtigt werden, dass der ostdeutsche und insbesondere Thüringer Stellenmarkt im letzten Jahr am wenigsten von der Corona-Pandemie betroffen war und deutlich geringere Einbußen verzeichnete.

Betrachtet man nur die absoluten Zahlen der ausgeschriebenen Stellen, führt Bayern mit 250.965 Jobs das Ranking an. Platz zwei belegt Nordrhein-Westfalen mit 231.280 Stellen, gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 206.000 Jobs im Juli 2021. Die wenigsten Jobs wurden im Saarland angeboten (10.441 Stellen).

Hamburg bietet die meisten Jobs pro Einwohner

Ein differenziertes Bundesländerranking ergibt sich, wenn die jeweiligen Einwohnerzahlen mitberücksichtigt werden. Setzt man die im Juli veröffentlichten Stellenangebote ins Verhältnis zur Einwohnerzahl im jeweiligen Bundesland, ist Hamburg mit 2,7 Stellen pro 100 Einwohner klarer Spitzenreiter. Auf dem zweiten Platz landet Bremen mit 2,3 Jobs je 100 Einwohner. In der Hauptstadt Berlin mit ihren rund 3,6 Millionen Einwohnern gab es im Juli 2,2 Stellen pro 100 Einwohner. In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen liegt das Verhältnis bei 1,9.

Das Schlusslicht dieses Rankings ist das kleinste Bundesland Saarland mit lediglich 1,1 Stellen je 100 Einwohner. Auch in Brandenburg gab es im Juli nur 1,2 Jobs pro 100 Einwohner. Ebenfalls im unteren Drittel liegen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 1,3 Stellen pro 100 Einwohner.

Handwerksberufe über alle Bundesländer hinweg am meisten gefragt

Neben den vielen Unterschieden haben alle Bundesländer auch eine Gemeinsamkeit: In allen Ländern werden Stellen für handwerkliche Berufe am häufigsten angeboten. Vor allem in Thüringen ist die Nachfrage nach dieser Berufsgruppe sehr hoch. Dort richtet sich fast jedes fünfte Stellenangebot an Fachkräfte mit handwerklichen Berufen. Auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt liegt der Anteil der Stellen im Bereich Handwerk und Bauwesen bei jeweils 16 Prozent. Zum Vergleich: In Berlin und Hamburg liegt der Anteil an Jobs im Handwerk lediglich bei 6 bzw. 5 Prozent. Die beiden Stadtstaaten haben auch eine weitere Ähnlichkeit, denn dort ist die Nachfrage nach IT-Fachkräften besonders hoch. Und auch in Baden-Württemberg werden IT-ler mit fast 9.000 offenen Stellen am dritthäufigsten gesucht.

Technische Berufe belegen in 15 der 16 Bundesländer den zweiten Platz im Berufsgruppenvergleich. Nur in Berlin sind Verkaufs- und Vertriebsfachkräfte noch gefragter als die Technikexperten.

In allen neuen Bundesländern befinden sich Gesundheitsberufe unter den Top drei der gefragtesten Berufsgruppen. In den alten Bundesländern sind Fachkräfte für Gesundheit und Soziales hingegen nur in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vergleichbar stark gefragt.

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