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Frauen-Erwerbstätigkeit sichert zunehmend den eigenen Lebensunterhalt

Anlässlich des Internationalen Frauentages berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) in seiner neuesten Analyse von dem positiven Trend, dass bundesweit 70 Prozent der Frauen (im Alter von 25 bis 55 Jahren) im Jahr 2016 ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus einer eigenen Erwerbstätigkeit bestritten. Das sind 8 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Demzufolge sank auch der Anteil der Frauen, die überwiegend auf die Einkünfte des Partners oder der Familienangehörigen angewiesen sind, im gleichen Zeitraum von 23 auf 16 Prozent. Im Ost-West-Vergleich stehen 77 Prozent der Frauen im Osten, die ihren Lebensunterhalt alleine abdecken können, den 70 Prozent im Westen gegenüber. Ein ähnliches Bild zeigt die Analyse bei den Frauen, die auf andere Einkünfte angewiesen sind (Osten: 6 Prozent, Westen: 18 Prozent).

Höhere Erwerbstätigkeit bei Männern

Ein Vergleich zu den Männern zeigt aber, dass weiterhin Luft nach oben besteht: So konnten 86 Prozent der Männer zwischen 25 und 55 Jahren von der eigenen Erwerbstätigkeit leben, dieser Wert hat sich im 10-Jahres-Vergleich auch kaum geändert (2006: 83 Prozent). Nur drei Prozent sind von anderen Einkünften abhängig.

Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen bleibt bestehen

Nichtsdestotrotz ist der positive Trend der Destatis-Analyse auch in Bezug auf die „Gender Pay Gap“ festzustellen. Einer Studie des DIW Berlin zufolge ist der prozentuale Unterschied zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten von Männern und Frauen bei Vollbeschäftigten von 26,6 Prozent (1985) auf zuletzt 16 Prozent gesunken. Das Institut verweist jedoch auf die Notwendigkeit von weiteren Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern: „Deutschland entgeht durch die Schlechterstellung von Frauen immer noch ein enormes wirtschaftliches Potenzial“, stellt DIW-Präsident Marcel Fratzscher fest. Insbesondere in der Altersgruppe 40 bis 49, bei niedrigen Löhnen, aber auch am oberen Rand der Lohnverteilung würden weiterhin Lohndifferenzen von über 20 Prozent bestehen.          

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