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KMU übernehmen immer mehr Azubis

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, sehen laut Institut der deutschen Wirtschaft (iwd) kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zunehmend Potential bei den eigenen Auszubildenden. Das iwd kommt dabei zu dem Schluss, dass „die KMU in der direkten Azubi-Übernahme eine Möglichkeit sehen, sich im Wettbewerb um fähigen Nachwuchs gegenüber finanzstarken Konzernen besser zu behaupten.“

Vakanzen bleiben immer länger unbesetzt

Im Durchschnitt benötigt in Deutschland im vergangenen Jahr ein Unternehmen 82 Tage, um eine Stelle neu zu besetzen – das sind 13 Tage mehr als im Jahr 2010. Mittelfristig wird sich die Lage noch weiter zuspitzen, so das iwd: Die Generation der Babyboomer gehe in Rente, die Wirtschaft boome und immer mehr offene Vakanzen wären ab sofort zu besetzen. „2011 wollten Unternehmen in 70 Prozent der Fälle eine Position sofort besetzen, zuletzt galt das schon für 76 Prozent der Stellen“, heißt es im Beitrag auf der Institutswebseite.

Übernahme von Azubis als Trend

In Zeiten des sich zuspitzenden Fachkräftemangels entdecken gerade kleine Unternehmen und Mittelständer den Wert der eigenen Azubis: Seit 2009 haben sich die Übernahmequoten von Auszubildenden bei kleinsten (1 bis 9 Beschäftigte), kleinen (10 bis 49 Beschäftigten) und mittleren Unternehmen (49 bis 499 Beschäftigte) deutlich erhöht und lagen im Jahr 2016 zwischen 58 und 70 Prozent. Gerade kleinere Unternehmen zeigen im Vergleich zu Großunternehmen seit 2015 einen deutlichen Anstieg bei den Übernahmequoten.

Mühsame Suche nach Auszubildenden

Doch auch die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich laut iwd-Bericht mehr als schwierig. Die Gründe sind – abgesehen vom demographischen Wandel – verschieden: Viele Junge Leute ziehen ein Studium vor oder wollen eine andere Ausbildung absolvieren als die angebotenen.