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Zeitarbeitsquoten der Bundesländer

BAP Analyse Entwicklung der Zeitarbeit

Im deutschlandweiten Schnitt hatte die Zeitarbeit zum Ende des Jahres 2020 einen Anteil an der Gesamt­beschäftigung von 2,0 Prozent. In Abbildung 1 sind die einzelnen Quoten der Bundesländer dargestellt. So liegt diese in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bei 1,4 Prozent und 1,6 Prozent. Als Ursache dieser unterdurchschnittlichen Zeitarbeitsquoten kommen verschiedene Faktoren in Betracht. Beide Bundesländer – besonders Mecklenburg-Vorpommern – haben eine geringe Bevölkerungsdichte. Aufgrund eines räumlich weit verstreuten Arbeitsmarkts und einer dementsprechend kleinen Auswahl an potenziellen Arbeitskräften sowie potenziellen Kunden ist Zeitarbeit in ländlichen Regionen eher weni­ger stark ausgeprägt. Darüber hinaus entfällt in beiden Bundesländern nur ein unterdurchschnittlicher Anteil der wirtschaftlichen Bruttowertschöpfung auf das Verarbeitende Gewerbe (Mecklenburg-Vorpommern: 10,9 Prozent; Schleswig-Holstein: 14,4 Prozent; deutschlandweiter Durchschnitt: 19,7 Prozent). Dies wirkt sich mindernd auf die Zeitarbeitsquote aus, da in Produktionsberufen durchschnittlich mehr Zeitarbeitskräfte im Einsatz sind als im allgemeinen Dienstleistungsbereich. Hinzu kommt, dass die Landwirtschaft, in der eher Saisonarbeitskräfte eingesetzt werden, sowie das von der Zeitarbeit weitest­gehend ausgeschlossene Baugewerbe in beiden Regionen überdurchschnittlich stark ausgeprägt sind.

In Bremen sowie Thüringen ist der Anteil der Zeitarbeitskräfte mit 3,7 Prozent und 3,2 Prozent am größten. In der Handelsmetropole Bremen bilden Zulieferer sowie die allgemeine Logistik- und Export­wirtschaft einen essenziellen Bestandteil der Gesamtwirtschaft. So hat der Wirtschaftszweig Verkehr und Lagerei einen Anteil von 11,3 Prozent (Jahr: 2018) an der Bruttowertschöpfung – so viel wie in keinem anderen Bundesland (deutschlandweiter Schnitt: 4,4 Prozent). Wie auch im Produktionsbereich werden in diesem, deutlich saisonalen und konjunkturellen Schwankungen ausgesetzten, Bereich im Mittel mehr Zeitarbeitskräfte eingesetzt.

Thüringen wiederum besitzt eine industriell geprägte Wirtschaft und erzielt einen überdurchschnittlich hohen Anteil an der Bruttowertschöpfung aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Der höhere Bedarf von Zeitarbeitskräften in Produktionsberufen wirkt sich steigernd auf die allgemeine Zeitarbeitsquote in dem Bundesland aus.

Quelle: BAP Analyse vom vom 7. Oktober 2021

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