22, Sep
Was ist ein Arbeitszeitkonto und wie funktioniert es?
Arbeitszeitkonto in der Zeitarbeit

In einem Arbeitszeitkonto (AZK) werden die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer:innen registriert und mit der im Arbeitsvertrag vereinbarten Sollzeit abgeglichen. Wird die Sollzeit überschritten, haben die Arbeitnehmer:innen ein Zeitguthaben in Form von Plusstunden auf ihrem Arbeitszeitkonto. Im Grunde genommen kann man ein Arbeitszeitkonto mit einem Bankkonto vergleichen. Statt Geld wird dort Zeit einzahlen. So können Mitarbeiter:innen beispielsweise Überstunden ansparen und bei Bedarf in Abstimmung mit Kolleg:innen und Vorgesetzten abfeiern. Wer ins Minus gerät und Zeitschulden anhäuft, muss die Stunden nachholen.Grundsätzlich dürfen Beschäftigte so viele Plusstunden im Arbeitszeitkonto ansammeln wie vertraglich vereinbart. Immer zu beachten sind jedoch die gesetzlichen Regelungen zur Höchstarbeitszeit.

Das Arbeitszeitkonto in der Zeitarbeit

In der Zeitarbeit sind Arbeitszeitkonten weit verbreitet. Üblicherweise wird im Arbeitsvertrag zwischen Mitarbeiter:in und Zeitarbeitsarbeitsfirma geregelt, wie viele Stunden in der Woche gearbeitet müssen.

Da in den verschiedenen Kundenunternehmen unterschiedlich viel gearbeitet wird, fallen manchmal Überstunden an. Diese werden dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. Wenn in deinem Arbeitsvertrag beispielsweise 35 Arbeitsstunden pro Woche vereinbart wurden, du aber 40 Stunden im Betrieb arbeitest, dann werden dir 35 Stunden ausbezahlt und 5 Stunden dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. Diese Stunden werden Plusstunden genannt. Es gibt auch Minusstunden, wenn du weniger arbeitest als vereinbart.

Wie viele Minusstunden erlaubt sind, hängt von den Regelungen im Arbeits- oder Tarifvertrag ab. Allgemeine gesetzliche Vorgaben gibt es nicht. Keinesfalls solltest du ohne vertragliche Grundlagen Minusstunden machen, denn dies kann zu einer Abmahnung oder zu Gehaltskürzungen führen.

Plusstunden kannst du nach Rücksprache mit deinem Arbeitgeber in Freizeit umwandeln. Wenn dein Arbeitsverhältnis endet, müssen die angesammelten Plusstunden an dich ausbezahlt werden. Genauere Informationen zum Arbeitszeitkonto stehen im Tarifvertrag.

Der Vorteil eines Arbeitszeitkontos ist ganz klar die Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Gut zu wissen: Im Durchschnitt des Ausgleichszeitraums darf die gesetzlich vorgegebene Höchstarbeitsgrenze nicht überschritten werden.

Einschränkungen gibt es für Minijobber:innen. Bei Minijobber:innen, die nicht mehr als den gesetzlich festgelegten Mindestlohn verdienen, ist die Summe der monatlich möglichen Plusstunden begrenzt. Hier gilt eine Obergrenze von 50 Prozent der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit.

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