Immer mehr Bewerber:innen schicken ihre Bewerbung als Sprachnachricht – oft per WhatsApp, App oder Messenger. Das ist unkompliziert und sympathisch. Doch reicht das wirklich? In diesem Beitrag erfährst du, wann eine Bewerbung per Sprachnachricht sinnvoll ist, worauf du achten solltest – und warum du trotzdem nicht auf Lebenslauf und Unterlagen verzichten kannst.

Warum Sprachnachrichten bei Bewerbungen immer beliebter werden

Eine Sprachnachricht wirkt persönlich. Du kannst direkt zeigen, wer du bist – mit Stimme, Freundlichkeit und Ausdruck. Gerade für Menschen, die sich mit Schreiben schwertun oder deren Deutsch noch nicht perfekt ist, ist das eine einfache Möglichkeit, den ersten Kontakt herzustellen.

Besonders in der Zeitarbeit oder bei Helferjobs nutzen viele Personaldienstleister diese Option. Sie wollen Bewerbungen einfacher machen und Bewerber:innen die Hemmung nehmen. Eine kurze Nachricht mit Namen, gewünschtem Job und Berufserfahrung genügt oft für die erste Kontaktaufnahme.

Beispiel: „Hallo, mein Name ist Amir. Ich habe drei Jahre im Lager gearbeitet und suche jetzt wieder eine Stelle in der Nähe von Köln. Ich kann sofort anfangen.“

Das ist unkompliziert, direkt – und ein guter Start!

Wann eine Bewerbung per Sprachnachricht sinnvoll ist

Eine Sprachnachricht ist ideal für den ersten Schritt:

  • Wenn du dich spontan auf eine Stelle bewirbst.
  •  Wenn du kein aktuelles Bewerbungsfoto oder PC-Zugang hast.
  •  Wenn du dich telefonisch nicht traust.

Sie eignet sich also gut für die Erstaufnahme – also das erste Kennenlernen. Der Personaldienstleister kann so schnell prüfen, ob du grundsätzlich zum Job passt, und dich anrufen oder zu einem Gespräch einladen.

Warum du trotzdem Unterlagen brauchst

So sympathisch eine Sprachnachricht ist – sie ersetzt keine vollständige Bewerbung. Spätestens nach dem ersten Kontakt werden Personaldienstleister oder Unternehmen deine Bewerbungsunterlagen anfordern:

  • Lebenslauf – zeigt, welche Erfahrungen du hast. 
  • Zeugnisse oder Nachweise – belegen deine Qualifikationen.
  • Kontaktdaten – damit du erreichbar bist.

Diese Unterlagen sind nötig, damit dein Profil im System erfasst werden kann. Nur so kannst du auch für weitere Jobs vorgeschlagen werden.

👉 Tipp: Viele Zeitarbeitsfirmen helfen dir beim Erstellen oder Digitalisieren deiner Unterlagen – frag einfach nach!

So machst du deine Sprachnachricht professionell

  1. Vorbereitung: Überlege kurz, was du sagen willst.

  2. Vorstellung: Nenne deinen Namen, Beruf und Wohnort.
  3. Berufserfahrung: Sag kurz, wo du gearbeitet hast und was du kannst.
  4. Erreichbarkeit: Nenne deine Telefonnummer.
  5. Länge: Maximal 30–60 Sekunden.

Beispiel: „Hallo, ich heiße Maria, wohne in Düsseldorf und habe drei Jahre in der Reinigung gearbeitet. Ich suche ab sofort einen neuen Job, gerne in Teilzeit. Sie erreichen mich unter 0176 – 123 45 678.“

So wirkst du freundlich, klar und interessiert – und machst sofort einen guten Eindruck.

FAQ – Bewerbung per Sprachnachricht

Frage 1: Darf ich mich einfach per WhatsApp bewerben? Ja, viele Zeitarbeitsfirmen und moderne Arbeitgeber bieten das an. Achte aber darauf, dass du nur offizielle Nummern nutzt und keine privaten Kontakte anschreibst.

Frage 2: Muss ich trotzdem einen Lebenslauf schicken? Ja, in den meisten Fällen später schon. Der Lebenslauf ist wichtig, damit dein Profil vollständig ist.

Frage 3: Wie kann ich meine Unterlagen nachreichen, wenn ich keinen Computer habe? Du kannst deine Dokumente auch per Handy fotografieren und per WhatsApp oder E-Mail schicken. Viele Firmen helfen dir beim Formatieren.

Frage 4: Ist eine Sprachnachricht besser als ein Anruf? Für den ersten Eindruck kann sie praktischer sein – vor allem, wenn du dich außerhalb der Bürozeiten bewirbst oder nervös bist.

Frage 5: Kann ich so auch einen festen Job bekommen? Ja, viele Bewerbungen starten so. Entscheidend ist aber, dass du danach deine Unterlagen nachreichst und persönlich überzeugst.

Fazit – Sprachnachricht ja, aber nicht allein

Eine Bewerbung per Sprachnachricht ist eine gute, einfache und menschliche Art, den ersten Kontakt herzustellen – besonders in der Zeitarbeit. Sie zeigt Motivation und Persönlichkeit. Aber: Sie ersetzt keine vollständige Bewerbung. Wer dauerhaft erfolgreich sein will, sollte seine Unterlagen bereithalten.

👉 Tipp: Wenn du Unterstützung brauchst – viele Personaldienstleister helfen dir beim Erstellen deines Lebenslaufs oder nehmen deine Daten direkt auf. So kommst du schneller zu deinem neuen Job.

 

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