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BAP Job-Navigator 05/2022: Bundesländervergleich

BAP Jobnavigator: Bundesländervergleich

Viele coronabedingte Einschränkungen der letzten zwei Jahre gehören mittlerweile der Vergangenheit an und die meisten Unternehmen blicken nach der langen Durststrecke wieder optimistisch in die Zukunft. Viele Firmen können sich vor neuen Aufträgen und Anfragen kaum retten. Entsprechend hoch ist das Jobangebot vor allem für Absolventinnen und Absolventen sowie Fachkräfte mit Berufserfahrung. Doch wie hat sich der Stellenmarkt im April in den einzelnen Bundesländern entwickelt? Und in welchen Branchen wurden die meisten Stellen inseriert? Der BAP Job-Navigator hat im Rahmen eines großen Bundesländervergleichs alle in Deutschland geschalteten Jobangebote im April 2022 analysiert.

Fachkräftenachfrage deutschlandweit auf hohem Niveau

Im April schrieben 215.000 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bundesweit insgesamt fast 1,5 Millionen Stellen in Printmedien, auf Online-Jobbörsen und Firmenwebsites aus. Prozentual gesehen wurden im April zwar erstmals seit Sommer 2021 etwas weniger Stellen als im Vormonat veröffentlicht. Der leichte Rückgang liegt jedoch in erster Linie an den Osterfeiertagen im April, denn der Fachkräftemangel ist größer denn je.

Hamburg als Stadt mit stärkstem Anstieg an Jobangeboten

In allen 16 Bundesländern nahm die Zahl der ausgeschriebenen Stellen von April 2021 auf April 2022 deutlich zu. Am stärksten stieg das Stellenangebot in der Handelsmetropole Hamburg (+ 45 Prozent) und den wirtschaftlich starken Flächenländern Baden-Württemberg (+ 38,1 Prozent), Bayern und Hessen (jeweils + 35,9 Prozent) an. Am anderen Ende der Skala stehen Sachsen und Sachsen-Anhalt, aber das Jobangebot hat sich trotzdem mit einem Plus von 16,1 Prozent bzw. 9,1 ebenfalls erfreulich entwickelt.

Mit Blick auf die Jobangebote pro 100 Einwohner führen die drei Stadtstaaten das Ranking an: In Hamburg kamen auf 100 Bürgerinnen und Bürger 3,4 Jobangebote, in Berlin lag die Quote bei 2,8 und in Bremen bei 2,4. Die Metropolen bieten Fachkräften Top-Jobaussichten. Diese können sich oftmals ihren Arbeitgeber aussuchen. Gleichzeitig konkurrieren Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verstärkt um die besten Köpfe.

Mehr als die Hälfte aller Jobs in den größten Bundesländern

Der absolute Bundesland-Vergleich zeigt wenig überraschend: In den drei größten deutschen Flächenländern wurden im April auch die meisten Jobangebote veröffentlicht. In Bayern inserierten Arbeitgeber mehr als 286.600 Stellen (19,2 Prozent), in Nordrhein-Westfalen 275.800 Stellen (18,4 Prozent) und in Baden-Württemberg 235.800 Stellen (15,8 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Hessen (7,9 Prozent) und Niedersachsen (7,5 Prozent). Bremen und das Saarland bilden die Schlusslichter mit jeweils rund ein Prozent aller in Deutschland veröffentlichten Jobangebote. Dies ist jedoch weniger der Wirtschaftskraft geschuldet, sondern vielmehr der niedrigen Einwohnerzahl.

Branchen mit größtem Jobangebot

Besonders interessant sind im Bundesländervergleich auch die Branchen mit dem größten Fachkräftebedarf. In acht von 16 Bundesländern war im April der Handel die Branche mit den meisten ausgeschriebenen Stellen. Der Dienstleistungssektor veröffentlichte in vier Bundesländern das größte Jobangebot. In den Automobilhochburgen Baden-Württemberg und Bayern inserierte wenig überraschend die Industrie die meisten Stellen. In Berlin, das sich in den letzten Jahren einen Namen als Start-up-Metropole gemacht hat, verzeichnete hingegen die IKT-Branche das größte Stellenangebot.

Bedeutung von Personaldienstleistern am Stellenmarkt

Bei der Besetzung freier Stellen spielen branchenübergreifend Personaldienstleister eine immer wichtigere Rolle. So schrieben sie im April in Sachsen-Anhalt 39,4 Prozent aller Stellen aus, gefolgt von Sachsen mit 39 Prozent, Bremen 37 Prozent und Thüringen (34,7 Prozent). In Hamburg und im Saarland schalteten Personaldienstleistungen mit 21,9 Prozent und 23,2 Prozent, gemessen am gesamten Stellenangebot, die wenigsten Stellen.

Der überproportionale Anteil in Ostdeutschland lässt sich unter anderem mit dem dortigen Bevölkerungsschwund erklären. Im Zuge dessen fällt es Unternehmen dort noch schwerer als in anderen Regionen, ohne die Unterstützung von Dritten freie Stellen zu besetzen. Daher wird hier besonders oft die Hilfe von Personaldienstleistern als Arbeitsmarktexperten in Anspruch genommen.

Über den BAP Job-Navigator

Der BAP Job-Navigator wertet monatlich die Stellenangebote aus 199 Printmedien, 263 Online-Jobbörsen, mehr als 30.000 Firmenwebsites und der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit aus. Im April 2022 wurden insgesamt 1.495.780 Stellenanzeigen von 214.606 Unternehmen analysiert. Wenn mehrere Anzeigen für eine Stelle geschaltet wurden, wurden diese zusammengefasst und nicht mehrfach gezählt.

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