Ein Minijob kann dir helfen, mehr Geld zu verdienen. Vielleicht möchtest du neben der Familie arbeiten. Vielleicht suchst du einen Nebenjob zum Hauptjob. Oder du willst nach einer Pause wieder leicht einsteigen.
Doch 2026 gelten neue Werte. Deshalb solltest du genau wissen, wie viele Stunden du im Minijob arbeiten darfst. Denn wenn du zu viel verdienst, kann aus deinem Minijob schnell ein sozialversicherungspflichtiger Job werden.
In diesem Artikel erfährst du einfach erklärt, was beim Thema Minijob und Mindestlohn 2026 wichtig ist. Außerdem zeigen wir dir, wie du deine Stunden grob berechnest und worauf du bei mehreren Jobs achten solltest.
Das Wichtigste auf einen Blick
Seit dem 1. Januar 2026 liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 13,90 Euro brutto pro Stunde. Dadurch ist auch die Minijob-Grenze gestiegen. Sie liegt 2026 bei 603 Euro im Monat beziehungsweise 7.236 Euro im Jahr. (Bundesregierung Informiert)
Das bedeutet für dich:
- Du darfst 2026 im Minijob regelmäßig bis zu 603 Euro im Monat verdienen.
- Bei Mindestlohn sind das ungefähr 43,38 Stunden im Monat.
- Pro Woche sind das im Durchschnitt etwa 10 Stunden.
- Wenn du mehr pro Stunde verdienst, darfst du weniger Stunden arbeiten.
- Wenn du mehrere Minijobs hast, werden die Verdienste meist zusammengerechnet.
Darum ist eine gute Planung wichtig. Denn schon wenige zusätzliche Stunden können dazu führen, dass du über die Grenze kommst.
Was bedeutet der Mindestlohn 2026 für deinen Minijob?
Der Mindestlohn ist die gesetzliche Lohnuntergrenze. Das heißt: Dein Arbeitgeber darf dir in der Regel nicht weniger zahlen, wenn du als Arbeitnehmer:in beschäftigt bist.
Der gesetzliche Mindestlohn gilt unabhängig davon, ob du Vollzeit, Teilzeit oder im Minijob arbeitest. Außerdem gilt er unabhängig von deiner Nationalität. Das ist besonders wichtig für Menschen, die neu in Deutschland arbeiten oder die deutschen Regeln noch nicht gut kennen. (BMAS)
Für deinen Minijob heißt das:
Du hast Anspruch auf mindestens 13,90 Euro brutto pro Stunde, wenn keine besondere Ausnahme gilt. Deshalb muss dein Arbeitgeber deine Arbeitszeit so planen, dass dein regelmäßiger Monatsverdienst zur Minijob-Grenze passt.
Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2026?
Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 Euro im Monat. Diese Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt. Wenn der Mindestlohn steigt, steigt also auch die Minijob-Grenze.
Die Formel lautet:
Mindestlohn × 130 : 3
Für 2026 bedeutet das:
13,90 Euro × 130 : 3 = 602,33 Euro
Dieser Betrag wird auf volle Euro aufgerundet. Deshalb liegt die Minijob-Grenze 2026 bei 603 Euro. (Minijob Magazin)
Wichtig ist: Die Grenze bezieht sich auf den regelmäßigen Verdienst. Es geht also nicht nur um einen einzelnen Monat, sondern um die geplante Beschäftigung.
Wie viele Stunden darfst du 2026 im Minijob arbeiten?
Wenn du genau den Mindestlohn bekommst, kannst du deine Stunden so berechnen:
603 Euro : 13,90 Euro = ca. 43,38 Stunden im Monat
Das sind im Durchschnitt etwa 10 Stunden pro Woche.
Aber Achtung: Nicht jeder Monat ist gleich lang. Manche Monate haben mehr Arbeitstage. Deshalb solltest du nicht einfach jede Woche mehr Stunden machen, ohne vorher zu prüfen, ob du noch unter der Grenze bleibst.
Beispiele für deine Arbeitszeit
| Arbeitszeit pro Woche | Grober Monatsverdienst bei 13,90 Euro |
| 5 Stunden | ca. 301 Euro |
| 8 Stunden | ca. 482 Euro |
| 9 Stunden | ca. 542 Euro |
| 10 Stunden | ca. 602 Euro |
| 11 Stunden | ca. 663 Euro |
Du siehst: Bei 10 Stunden pro Woche liegst du sehr nah an der Grenze. Deshalb solltest du bei zusätzlichen Schichten vorsichtig sein.
Wenn du 11 Stunden pro Woche arbeitest, kommst du bei Mindestlohn bereits über die Minijob-Grenze. Dann kann der Job sozialversicherungspflichtig werden.
Warum du deine Stunden gut planen solltest
Viele Minijobber:innen arbeiten flexibel. Das ist praktisch. Trotzdem kann es schnell unübersichtlich werden.
Zum Beispiel:
- Du springst für eine kranke Kollegin ein.
- Du arbeitest vor Feiertagen mehr.
- Du machst in einem Monat viele zusätzliche Schichten.
- Du hast zwei Minijobs gleichzeitig.
- Du bekommst einen höheren Stundenlohn.
Dadurch kann dein Verdienst steigen. Das ist erst einmal gut. Doch wenn du regelmäßig über 603 Euro kommst, ist es kein normaler Minijob mehr.
Deshalb ist es sinnvoll, deine Stunden aufzuschreiben. So behältst du den Überblick. Außerdem kannst du bei Unsicherheit früh mit deinem Arbeitgeber sprechen.
Was passiert, wenn du mehr als 603 Euro verdienst?
Wenn du regelmäßig mehr als 603 Euro im Monat verdienst, kann dein Minijob seinen Status verlieren. Dann wird die Beschäftigung in der Regel sozialversicherungspflichtig.
Das bedeutet:
- Du zahlst Beiträge zur Krankenversicherung.
- Du zahlst Beiträge zur Pflegeversicherung.
- Du zahlst Beiträge zur Rentenversicherung.
- Du zahlst Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
- Dein Arbeitgeber muss den Job anders melden.
Das ist nicht immer schlecht. Denn ein sozialversicherungspflichtiger Job bietet auch mehr Absicherung. Trotzdem solltest du vorher wissen, was sich für dich ändert.
Es gibt aber Ausnahmen. Wenn du die Grenze unvorhersehbar überschreitest, kann das in bestimmten Fällen erlaubt sein. Nach Angaben der Minijob-Zentrale ist ein unvorhersehbares Überschreiten in bis zu zwei Kalendermonaten innerhalb von zwölf Monaten möglich. Der Verdienst darf dann höchstens das Doppelte der monatlichen Grenze betragen. Bei 603 Euro sind das höchstens 1.206 Euro. (Minijob Magazin)
Wichtig: Geplante Mehrarbeit ist etwas anderes. Wenn du also schon vorher weißt, dass du regelmäßig mehr arbeitest, solltest du die Beschäftigung prüfen lassen.
Mehrere Minijobs: Was musst du beachten?
Du kannst mehrere Minijobs haben. Doch die Grenze gilt nicht automatisch für jeden Job einzeln.
Wenn du keinen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob hast, werden mehrere Minijobs zusammengerechnet. Zusammen dürfen sie regelmäßig nicht über 603 Euro im Monat liegen. (Minijob-Zentrale)
Ein Beispiel:
Du verdienst in Minijob A 350 Euro.
Außerdem verdienst du in Minijob B 300 Euro.
Zusammen sind das 650 Euro.
Dann liegst du über der Minijob-Grenze. Deshalb kann daraus eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung werden.
Minijob neben Hauptjob: Geht das?
Ja, ein Minijob neben einem Hauptjob ist möglich. Wenn du bereits einen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob hast, darfst du daneben in der Regel einen Minijob mit Verdienstgrenze ausüben.
Wenn du aber neben deinem Hauptjob noch weitere Minijobs annimmst, wird es schwieriger. Jeder weitere Minijob wird dann mit dem Hauptjob zusammengerechnet. Dadurch kann Versicherungspflicht entstehen. (Minijob-Zentrale)
Deshalb solltest du immer offen sagen, wenn du schon einen Job hast. Das schützt dich und deinen Arbeitgeber vor Fehlern.
Ist die Minijob-Grenze brutto oder netto?
Die 603 Euro sind eine Brutto-Grenze. Entscheidend ist also der Verdienst vor einem möglichen Eigenanteil zur Rentenversicherung.
Minijobs mit Verdienstgrenze sind grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Das bedeutet: Dein Arbeitgeber zahlt einen Pauschalbeitrag. Du selbst zahlst zusätzlich einen kleinen Eigenanteil. Du kannst dich aber auf Antrag von diesem Eigenanteil befreien lassen. Dann ist der Lohn oft brutto wie netto. (Minijob-Zentrale)
Trotzdem solltest du nicht nur auf den Betrag schauen, der auf deinem Konto landet. Wichtig ist, was als Bruttolohn abgerechnet wird.
Für wen lohnt sich ein Minijob besonders?
Ein Minijob kann gut passen, wenn du flexibel arbeiten möchtest. Außerdem kann er ein guter Einstieg sein, wenn du länger nicht gearbeitet hast.
Ein Minijob kann zum Beispiel sinnvoll sein für:
- Eltern mit wenig freier Zeit
- Alleinerziehende
- Studierende
- Rentner:innen
- Menschen mit Hauptjob
- Menschen nach längerer Krankheit
- Bewerber:innen mit wenig Berufserfahrung
- Menschen, die erst einmal wieder Sicherheit gewinnen möchten
Trotzdem passt ein Minijob nicht zu jeder Lebenssituation. Wenn du mehr verdienen willst oder mehr soziale Absicherung brauchst, kann Teilzeit besser sein. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick.
Minijob und Zeitarbeit: Warum das eine gute Chance sein kann
Auch in der Zeitarbeit kann ein Nebenjob oder ein flexibler Einstieg interessant sein. Das gilt besonders, wenn du verschiedene Betriebe kennenlernen möchtest.
Zeitarbeit kann dir helfen, schnell Arbeit zu finden. Außerdem hast du einen festen Ansprechpartner. Das gibt Sicherheit, gerade wenn du Fragen zu Stunden, Lohn oder Einsatzzeiten hast.
Ein seriöser Personaldienstleister erklärt dir vor dem Start:
- wie viele Stunden du arbeitest,
- wie dein Lohn berechnet wird,
- welche Regeln für deinen Einsatz gelten,
- und was passiert, wenn du mehr arbeiten möchtest.
So weißt du von Anfang an, worauf du dich einlässt. Das ist wichtig, denn gerade beim Minijob zählt eine klare Planung.
So berechnest du deine Minijob-Stunden selbst
Du kannst deine mögliche Arbeitszeit einfach überschlagen.
Nutze diese Formel:
Minijob-Grenze : Stundenlohn = mögliche Stunden im Monat
Beispiel mit Mindestlohn:
603 Euro : 13,90 Euro = ca. 43 Stunden im Monat
Beispiel mit höherem Stundenlohn:
Wenn du 15 Euro pro Stunde verdienst, rechnest du:
603 Euro : 15 Euro = 40,2 Stunden im Monat
Das heißt: Je höher dein Stundenlohn ist, desto weniger Stunden kannst du im Minijob arbeiten.
Das ist wichtig, weil ein besserer Stundenlohn zwar gut ist, aber gleichzeitig die mögliche Arbeitszeit senkt.
Checkliste: So bleibst du sicher unter der Minijob-Grenze
Diese Punkte helfen dir im Alltag:
- Frage vor dem Start nach deinem genauen Stundenlohn.
- Rechne aus, wie viele Stunden du ungefähr arbeiten darfst.
- Schreibe deine Arbeitszeiten mit.
- Prüfe deine Abrechnung jeden Monat.
- Sprich vor Zusatzschichten mit deinem Arbeitgeber.
- Sage offen, wenn du noch einen anderen Job hast.
- Frage nach, wenn du nahe an die 603-Euro-Grenze kommst.
- Prüfe bei regelmäßig mehr Stunden, ob Teilzeit besser passt.
So vermeidest du Überraschungen. Außerdem kannst du besser planen.
Fazit: Plane deine Stunden, damit dein Minijob sicher bleibt
Ein Minijob ist 2026 weiterhin eine gute Möglichkeit, Geld dazuzuverdienen. Durch den höheren Mindestlohn kannst du mehr verdienen als früher. Gleichzeitig musst du aber deine Stunden gut im Blick behalten.
Bei 13,90 Euro Mindestlohn sind ungefähr 10 Stunden pro Woche möglich. Wenn du mehr arbeitest oder mehrere Jobs hast, solltest du genau rechnen. Denn nur so bleibst du sicher unter der Minijob-Grenze.
Wenn du unsicher bist, frag lieber einmal mehr nach. Gerade in der Zeitarbeit ist ein guter Ansprechpartner viel wert. So findest du einen Job, der zu deinem Alltag, deiner Zeit und deinem Gehaltswunsch passt.
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1. Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2026?
Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 Euro im Monat. Im Jahr sind das 7.236 Euro. Die Grenze ist gestiegen, weil auch der Mindestlohn gestiegen ist.
2. Wie viele Stunden darf ich 2026 im Minijob arbeiten?
Bei einem Stundenlohn von 13,90 Euro sind es ungefähr 43 Stunden im Monat. Das sind im Durchschnitt etwa 10 Stunden pro Woche. Wenn du mehr pro Stunde bekommst, darfst du entsprechend weniger Stunden arbeiten.
3. Gilt der Mindestlohn auch im Minijob?
Ja, der Mindestlohn gilt grundsätzlich auch im Minijob. 2026 liegt er bei 13,90 Euro brutto pro Stunde. Dein Arbeitgeber muss deine Stunden deshalb passend zur Minijob-Grenze planen.
4. Darf ich im Minijob mehr als 603 Euro verdienen?
Regelmäßig solltest du die Grenze nicht überschreiten. In unvorhersehbaren Ausnahmefällen kann ein Überschreiten möglich sein. Das sollte aber immer geprüft werden. Sprich deshalb früh mit deinem Arbeitgeber.
5. Kann ich zwei Minijobs gleichzeitig haben?
Ja, das kann möglich sein. Aber die Verdienste werden zusammengerechnet. Zusammen dürfen sie regelmäßig nicht über 603 Euro im Monat liegen, wenn du keinen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob hast.
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Das Foto und der Text wurden teilweise mit Hilfe von KI erstellt.
