Immer mehr Jobplattformen und Apps werben mit dem Versprechen: „Bewerbung mit nur einem Klick“. Ob über Truffls, HeyJobs, die Schnellbewerbung bei Indeed oder WhatsApp – Bewerben soll heute so einfach sein wie eine Nachricht bei WhatsApp. Doch was steckt wirklich dahinter? Und lohnt sich das für Bewerber:innen?
Was ist eine Schnellbewerbung?
Bei einer Schnellbewerbung lädst du meist nur dein Profil hoch und klickst dann auf „Jetzt bewerben“. Ein Anschreiben ist oft nicht nötig. Manche Plattformen ermöglichen sogar Bewerbungen per WhatsApp-Nachricht oder Sprachnachricht. Das klingt bequem – aber es gibt Vor- und Nachteile.
Vorteile der Schnellbewerbung
- Zeitersparnis: Kein langes Anschreiben, keine komplizierten Formulare.
- Niedrige Einstiegshürde: Besonders hilfreich für Quereinsteiger:innen oder Menschen mit wenig Erfahrung.
- Hohe Reichweite: Mit einem Klick kannst du dich bei vielen Stellen gleichzeitig bewerben.
- Mobile Nutzung: Alles funktioniert direkt am Handy, egal ob unterwegs oder in der Pause.
Für Zeitarbeitnehmer oder Menschen, die schnell einen neuen Job suchen, kann das ein echter Vorteil sein.
Nachteile der Schnellbewerbung
- Unpersönlich: Dein Profil wirkt oft austauschbar. Ohne Anschreiben fehlt die Möglichkeit, deine Motivation zu zeigen.
- Hohe Konkurrenz: Da sich viele gleichzeitig bewerben, musst du positiv herausstechen.
- Unklare Chancen: Manche Klick-Bewerbungen landen nur in Datenbanken und führen gar nicht zu einem Gespräch.
- Begrenzte Individualisierung: Du kannst deine Bewerbung kaum anpassen.
Deshalb gilt: Eine Schnellbewerbung ist praktisch, aber ersetzt keine klassische Bewerbung, wenn es um anspruchsvollere Jobs geht.
Bewertung beliebter Apps
Truffls
Truffls funktioniert ähnlich wie Tinder – du „swipest“ durch Stellenanzeigen. Für Einsteigerjobs in Vertrieb, Marketing oder Start-ups kann das gut passen. Für klassische Branchen ist es weniger geeignet.
HeyJobs
HeyJobs setzt stark auf Werbung über Social Media. Die Bewerbung läuft schnell, oft ohne Unterlagen. Vorteil: sehr niedrigschwellig. Nachteil: Manche Stellenanzeigen sind wenig transparent.
Indeed Schnellbewerbung
Indeed bietet für bestimmte Jobs eine Schnellbewerbung an, bei der du dich mit wenigen Klicks bewerben kannst – ohne langes Anschreiben. Praktisch für Helferjobs oder kurzfristige Einsätze. Aber Vorsicht: Je nach Stelle fehlt die Möglichkeit, deine Stärken klar hervorzuheben.
Hier geht’s direkt zu den Schnellbewerbungen bei Indeed
WhatsApp-Bewerbungen
Gerade in Gastronomie, Pflege oder Zeitarbeit beliebt. Oft reicht eine kurze Nachricht oder ein Lebenslauf als Foto. Schnell und unkompliziert, aber wenig professionell – für einfache Jobs okay, für Fach- oder Führungspositionen ungeeignet.
Viele Firmen nutzen dafür WhatsApp (oft über WhatsApp Business). Mehr Infos findest du hier
Wann lohnt sich die Schnellbewerbung?
Schnellbewerbungen sind besonders sinnvoll, wenn:
– du schnell Arbeit finden willst, z. B. im Helferbereich, in der Logistik oder Gastronomie,
– du Zeitarbeit ausprobieren möchtest,
– die Stelle wenig Formalitäten verlangt,
– du dich erst einmal unverbindlich bewerben willst.
Wenn du aber in einen Fachberuf, eine Führungsrolle oder einen langfristigen Job starten willst, solltest du auf eine klassische Bewerbung setzen. Mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen kannst du zeigen, was dich besonders macht.
Fazit: Schnellbewerbung ja – aber bewusst einsetzen
Eine Bewerbung mit nur einem Klick ist praktisch, aber nicht immer die beste Lösung. Sie öffnet Türen, gerade wenn es schnell gehen muss. Doch wer langfristig überzeugen will, sollte sich zusätzlich Zeit für eine klassische Bewerbung nehmen.
Tipp: Nutze Schnellbewerbungen als ersten Kontakt und schicke bei Interesse des Arbeitgebers noch Unterlagen nach. So kombinierst du Tempo mit Professionalität.
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Das Foto und der Text wurden teilweise mit Hilfe von KI erstellt.
